Wenn du ein intimes Geschenk vorschlägst, teile zuerst die Idee, bevor du die Beteiligung deines Partners oder deiner Partnerin voraussetzt. Du kannst erklären, was dich daran interessiert, fragen, ob es auch die andere Person anspricht, und Raum für eine andere Antwort lassen. Ein Geschenk darf ein Vorschlag bleiben, auch wenn du begeistert davon bist.
BananaKit im Blick: In diesem Artikel geht es auch um unser eigenes Produkt.
Sollte ein intimes Geschenk eine Überraschung oder eine gemeinsame Wahl sein?
Wenn das Geschenk den Körper oder die Beteiligung eines Menschen einbezieht, hilft ein Gespräch zu klären, was ihr auswählt. Habt ihr euch auf die Idee verständigt, können eine Karte oder der Moment der Übergabe immer noch überraschen. Neugier setzt kein bereits gekauftes Paket voraus.
Ein Beispiel unserer Redaktion: „Ich habe ein Set gesehen, mit dem man eine Silikonnachbildung eines Penis herstellen kann. Die Idee, daraus ein persönliches Geschenk zu machen, interessiert mich. Möchtest du gemeinsam anschauen, wie das funktioniert, ohne sofort etwas zu entscheiden?“ Die Frage lädt dazu ein, das Produkt kennenzulernen; sie verlangt kein Versprechen, es zu benutzen.
Was ist BananaKit, und was gehört dazu?
BananaKit ist ein Penis-Abformset zur Herstellung einer Silikonnachbildung. Dafür ist also die Beteiligung der Person nötig, von deren Körper ein Abdruck genommen wird. Es geht um mehr, als einen fertigen Gegenstand aus einem Katalog auszuwählen.
Die offizielle Anleitung beschreibt zwei Phasen: Zuerst wird eine Form aus Alginat hergestellt; anschließend wird Silikon vorbereitet und in die Form gegossen, um die Nachbildung herzustellen. Lies vor dem Beginn die vollständige Anleitung und wende dich bei Fragen an den Support. Diese Beschreibung erklärt die Idee und ersetzt keine Gebrauchsanleitung.
Im BananaKit-Katalog sind Alginat, Silikon, eine Abformröhre, ein Vibrator und eine Anleitung als Bestandteile des vollständigen Sets aufgeführt. Außerdem gibt es Nachfüllmaterialien. Eine Nachfüllpackung ist kein vollständiges Set: eine hilfreiche Unterscheidung, wenn ihr euch das Produkt zum ersten Mal gemeinsam anseht.
Welche Fragen helfen bei einer gemeinsamen Entscheidung?
Du kannst mit einfachen Fragen beginnen: „Interessiert dich die Idee eines Abgusses?“, „Möchtest du den Ablauf lesen, bevor du dich entscheidest?“ oder „Hättest du Freude daran, bei der Vorbereitung mitzumachen, oder hattest du an ein anderes Geschenk gedacht?“ Die Antworten können den Vorschlag verändern, auch bis zur Entscheidung, es nicht zu machen.
Wie RAINN erklärt, erstreckt sich die Zustimmung zu einer Aktivität nicht automatisch auf andere. Sich das Set gemeinsam anzusehen, ist keine Erlaubnis, einen Abdruck zu nehmen. Ihn herzustellen, verpflichtet nicht zu einer bestimmten späteren Verwendung.
Wie könnt ihr vorher über Privatsphäre sprechen?
Ihr könnt Wünsche konkret ausdrücken, ohne vorauszusetzen, dass sie gleich sind. „Ich möchte lieber keine Fotos machen“, „Wo möchten wir es aufbewahren?“ oder „Mir wäre lieber, das bleibt zwischen uns“ sind redaktionelle Beispiele für einen Gesprächsbeginn. Ein persönliches Geschenk muss kein Inhalt für soziale Medien werden.
Wenn euch die Idee beiden gefällt, kann der nächste Schritt sein, gemeinsam die Produktbeschreibung zu lesen. Wenn die Idee nicht auf Interesse stößt, kannst du die Antwort annehmen, ohne die Überraschung um jeden Preis retten zu wollen. Etwas mehr über die Vorlieben deines Partners oder deiner Partnerin zu erfahren, ist bereits ein wertvolles Ergebnis des Gesprächs.
Quellen
Aufklärende Inhalte: keine individuellen Diagnosen oder klinische Beratung.
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